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03
August
2015

Die Liberalisierung des Strommarktes: 17 Jahre freier Wettbewerb?

Veröffentlicht am 03.08.2015 durch

Noch vor 17 Jahren hatten die großen Anbieter und die einzelnen Stadtwerke freie Hand bei der Gestaltung ihrer Preise. Die Verbraucher mussten notgedrungen über die jeweiligen Stadtwerke ihren Strom beziehen. Die Liberalisierung des Strommarktes hat für reichlich Bewegung in der Energiebranche gesorgt und dem Verbraucher letztlich die freie Auswahlmöglichkeit des Stromanbieters gegeben. Doch wie sieht die Lage auf dem Energiemarkt heute aus? Hat sich tatsächlich etwas an der Monopolstellung der großen Anbieter getan?

Ziel der Liberalisierung des Strommarktes im Jahre 1998 war es die steigenden Stromkosten für die Verbraucher zu senken, indem man den Markt öffnet und so für mehr Wettbewerb sorgt. Der Verbraucher sollte demnach von günstigeren Strompreisen profitieren können und große Konzerne ihre Vormachtstellung verlieren. Soweit so gut. Allerdings war 1998 noch lange keine Rede von der Energiewende und auch ein Atomausstieg wäre zu diesem Zeitpunkt wohl undenkbar gewesen. Die Ausgangsvoraussetzungen die der Idee zugrunde lagen sind heute also nicht mehr gegeben.

Fehler in der Umsetzung

Bis zum Jahre 2005 gab es zudem einige Probleme bei der Umsetzung, denn bis dato gab es faktisch überhaupt keine Regulierung auf dem Strommarkt. Mehrere große Anbieter haben sich zur Anfangszeit zusammengetan und sind fusioniert. Dadurch ergaben sich für diese steigende Marktanteile und der Wettbewerb wurde faktisch verringert anstatt gefördert. Zudem hatten viele kleine Anbieter überhaupt keine Chance auf dem Markt, da sie keinen Zugang zum Netz hatten. Um überhaupt im Stromgeschäft mitzuspielen, ist es für Unternehmen Voraussetzung auch Zugang zum Stromnetz zu haben. Zu diesem Zweck wurde im Jahre 2005 die Bundesnetzagentur gegründet, die seitdem regulierend wirkt und auch kleineren Anbietern Zugang zum Stromnetz ermöglicht.

Möglichkeiten der Verbraucher

Der Verbraucher von heute hat die Möglichkeit sich für den Energieversorger seiner Wahl zu entscheiden. Dennoch ist der Energiesektor schlecht zu überschauen, der Markt teilt sich in die Gebiete Stromerzeugung, Handel und Verkauf. Es gibt derzeit über 200 Anbieter auf dem Strommarkt. Viele Verbraucher zahlen noch immer zu viel für ihren Strom. Wer vergleicht einem  kann bei einem Anbieterwechsel mitunter einiges an regelmäßigen Kosten einsparen. Im Internet hat man die Möglichkeit, schnell und einfach eine Übersicht der verschiedenen Anbieter auf ihre jeweiligen Konditionen zu überprüfen. Der Wechsel des Anbieters ist dabei einfacher als man denken mag. Hier braucht der Kunde in keinster Weise vor irgendetwas abgeschreckt zu sein. Es genügt den neuen Vertrag zu unterschreiben, um alles andere kümmert sich der Stromanbieter. Höchsten das Ablesen des Zählerstandes wäre noch eine Aufgabe die man zu bewältigen hat.

Für die Zukunft bleiben viele Fragen unbeantwortet. Wie wird Brüssel auf die in den Mitgliedsländern der EU immer noch unterschiedlichen Bedingungen reagieren? Ist es möglich die Energiewende umzusetzen? Wie lassen sich neue Monopole verhindern und wie die Preise für den Verbraucher tatsächlich senken?

In Zukunft wäre es wünschenswert, wenn es zu einer echten Liberalisierung kommen würde. Dazu ist es aber unbedingt notwendig, dass der Verbraucher auch konsequent Gebrauch macht von seinem Recht zu dem jeweils günstigsten Anbieter zu wechseln. Nur so ist es möglich, dass die Monopolstellung der großen Anbieter tatsächlich aufgebrochen wird. Wieder einmal ist es Aufgabe jedes Einzelnen etwas zu tun, nur wenn sich die Verbraucher aktiv an der Diskussion beteiligen und durch ihre Möglichkeit des Wechsels Druck ausüben, kann es zu einer echten Liberalisierung auf dem Strommarkt kommen.